Benannt nach den Titanen und „Erde" aus Cornwall
Titan wurde 1791 in Cornwall entdeckt — der Pfarrer William Gregor fand es in schwarzem Sand. Den Namen gab wenige Jahre später der deutsche Chemiker Martin Klaproth in Anlehnung an die Titanen der griechischen Mythologie — die mächtigen Götter, Kinder von Erde und Himmel. Ein passender Name: Heute steht Titan für Stärke und Ausdauer. Interessant: Über hundert Jahre nach der Entdeckung konnte niemand es rein isolieren — reines metallisches Titan gelang erst im frühen 20. Jahrhundert, industriell erst in den 1940ern.
Das beste Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht
Titan hat das beste Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht aller Metalle. Es ist rund 40% leichter als Stahl bei vergleichbarer Festigkeit und doppelt so stark wie Aluminium. Deshalb baut man daraus Flugzeugrümpfe, Raketen, Triebwerksschaufeln und Raumfahrtgerät. Im Schmuck bedeutet das erstaunlich leichte Stücke, die zugleich quetsch- und verformungsresistent sind — ein Titanring übersteht Jahrzehnte täglichen Tragens, ohne die Form zu verlieren.
Es rostet nicht und mag den menschlichen Körper
Titan überzieht sich sofort mit einer dünnen, selbstheilenden Oxidschicht, die es vor Korrosion schützt — es rostet nicht in Wasser, Schweiß oder Meerwasser. Dieselbe Reaktionsträgheit macht es biokompatibel: Der Körper „akzeptiert” es, daher dient es für Gelenkimplantate, Knochenschrauben, Herzschrittmacher und Zahnimplantate. Für Schmuck bedeutet das ein Metall, das nicht allergisiert und keine Spuren auf der Haut hinterlässt — ideal für Allergiker und für frische Piercings.
Farben ohne Farbe und andere Kunststücke
Titan kann einen Regenbogen an Farben annehmen — ohne einen Tropfen Farbstoff — dank Anodisierung, die Oxidschichtdicke und Lichtinterferenz steuert. Einzigartig unter Schmuckmetallen. Zudem ist Titan unmagnetisch, verträgt extreme Temperaturen gut und ist eines der häufigsten Elemente der Erdkruste — häufiger als Kupfer, Zink oder Blei. Aufwand und Kosten kommen nicht aus Seltenheit, sondern aus energieintensiver Raffination und anspruchsvoller Bearbeitung.
Warum es das ideale Schmuckmetall ist
Fassen wir zusammen: Titan ist leicht, extrem stark, kratz- und korrosionsbeständig, hypoallergen und das einzige Metall mit Anodisierfarben. Ein Metall mit Raumfahrt- und Medizin-Stammbaum, das eine großartige Marketinggeschichte erzählt — und im Alltag wirklich überzeugt. Mehr zu den Eigenschaften im Artikel Titanschmuck, alles gesammelt auf unserer Titanschmuck-Seite. Als Titanschmuck-Hersteller wissen wir, wie man jede dieser Eigenschaften im Produkt nutzt.
Häufige Fragen
Woher kommt der Name Titan?
Von den Titanen der griechischen Mythologie — den mächtigen Göttern, Kindern von Erde und Himmel. Den Namen gab der Chemiker Martin Klaproth Ende des 18. Jahrhunderts, in Anspielung auf Stärke und Ausdauer.
Rostet Titan?
Nein. Titan überzieht sich sofort mit einer dünnen, selbstheilenden Oxidschicht, die vor Korrosion in Wasser, Schweiß und Meerwasser schützt. Deshalb ist es im Schmuck so haltbar.
Ist Titan ein seltenes Metall?
Nein — es ist eines der häufigsten Elemente der Erdkruste. Sein Preis kommt aus energieintensiver Raffination und anspruchsvoller Bearbeitung, nicht aus Seltenheit.