Was MOQ bei Schmuck bedeutet
MOQ (minimum order quantity) ist die kleinste Stückzahl, deren Produktion sich lohnt. Bei Schmuck ergibt sie sich aus der Produktionsvorbereitung: Jedes Modell braucht ein 3D-Modell, eine Form, Prozesseinrichtung und Galvanik. Diese einmaligen Kosten verteilen sich auf die Stücke — je größer die Serie eines Modells, desto niedriger die Stückkosten.
MOQ gilt pro Modell, nicht pro Bestellung
Das ist das häufigste Missverständnis. Die Mindestmenge gilt für ein einzelnes Modell, nicht für die gesamte Bestellung. Sie können mehrere verschiedene Modelle in einer Bestellung kombinieren, aber jedes hat seine eigene Schwelle. Bei Argentum liegt die Mindestmenge bei 10 Stück pro Modell für 925er Sterlingsilber und Gold.
Ein Rechenbeispiel
Eine Kollektion aus drei Ringmodellen: 10 Stück je Modell (insgesamt 30) erfüllt die MOQ, weil jedes Modell seine Schwelle erreicht. 30 Stück eines Modells ergeben dagegen niedrigere Stückkosten für dieses Modell — die Vorbereitungskosten verteilen sich auf mehr Stücke. Deshalb nennen wir den Stückpreis nach Freigabe des Prototyps, wenn Modell, Material und Menge feststehen.
Von der Testserie zur Serienproduktion
Meist beginnen wir mit einer kurzen Pilotserie, um Modell und Veredelung zu bestätigen, und gehen dann in die Hauptserie. Unsere Kapazität liegt bei 15.000–25.000 Stück monatlich, sodass die Skalierung von Dutzenden auf Tausende ohne Lieferantenwechsel erfolgt.
Nachbestellungen und Folgeaufträge
Die erneute Fertigung eines bereits produzierten Modells ist schneller und günstiger — Modell und Prozess stehen bereit. MOQ und Termine vereinbaren wir individuell im Rahmen der Auftragsfertigung und Private Label.