Was der Feingehalt ist
Der Feingehalt ist der Anteil reinen Edelmetalls in einer Legierung, in Tausendsteln. Reines Silber oder Gold sind für Schmuck zu weich, daher werden sie für Haltbarkeit mit anderen Metallen (Kupfer, Zink) legiert. Die Zahl auf einem Stück (z. B. 925) gibt an, wie viel reines Metall die Legierung enthält.
Silberfeingehalte: 925 und 800
925 (Sterling) sind 92,5% reines Silber — der Schmuckstandard mit gutem Verhältnis von Haltbarkeit zu Aussehen. 800 (80%) wird bei Gebrauchsgegenständen und älterem Schmuck verwendet. In der Schmuckproduktion dominiert 925; daraus fertigen wir Silberschmuck.
Goldfeingehalte: 585 und 750
585 (14K) sind 58,5% reines Gold — haltbar und beliebt im Alltagsschmuck. 750 (18K) sind 75% Gold — wärmere Farbe und höherer Wert, häufig bei Premium- und Verlobungsschmuck. Die Farbe (Gelb, Weiß, Rosé) hängt von der Legierung ab. Siehe Goldschmuck.
Wie man Punzen liest
Auf einem Stück finden Sie die Feingehaltszahl und — in Polen — die Punze des Punzierungsamts, die den Metallgehalt bestätigt. Auch Hersteller- und Importeurzeichen können erscheinen. Die Kennzeichnungspflicht behandeln wir in Schmuck-Punzierung.
Welcher Feingehalt für eine Kollektion
Für Silberschmuck — 925. Für Alltagsgold — 585, für Premium und Verlobung — 750. Die Wahl beeinflusst Metallkosten, Farbe und Markenpositionierung. In der Auftragsfertigung legen Sie den Feingehalt in der Spezifikation fest; siehe Auftragsfertigung.
Fazit
Der Feingehalt gibt an, wie viel reines Metall in der Legierung ist: 925 für Silber, 585 und 750 für Gold. Die Punze bestätigt diesen Gehalt. Die Feingehaltswahl ist eine Entscheidung über Kosten, Farbe und Positionierung — schon zu Beginn einer Kollektion zu bedenken.